Socken gegen Schweißfüße

Welche Socken gibt es gegen Schweißfüße? Welche davon sind am effektivsten und wie ist dabei das Preis-Leistungsverhältnis? Diese und viele weitere Fragen werden im folgenden Artikel von Planet Zukunft beantwortet.

Um stinkigen Schweißfüßen vorzusorgen, empfiehlt es sich auf atmungsaktive Socken zu setzen. Mit Sportsocken kann man fast nichts mehr falsch machen.

Auf gewisse Materialien sollten Sie bei der Auswahl von Socken dringend verzichten. Baumwollsocken neigen dazu, sehr langsam zu trocknen. Socken aus synthetischen Materialien sorgen dafür, dass sich Ihre Füße erst recht erwärmen und dadurch ein Schweißfuß entsteht.

Welche Arten von Anti-Schweiß Socken gibt es?

Socken, die aus Bambus hergestellt werden, sind sehr atmungsaktiv. Bambussocken werden eigentlich aus Viskose hergestellt. Diese besteht aus Bambuszellen. Durch ein chemisches Verfahren wird der Ausgangsstoff Bambus zu einer Flüssigkeit umgewandelt und dank einem Laugenbad anschließend zu einem Faden verarbeitet. Aus diesem werden schließlich die Socken hergestellt. Sie sind bei Personen, die an Schweißfüßen leiden, sehr beliebt.

Die enthaltenen Viskose-Fasern sorgen dafür, dass der produzierte Schweiß an die Oberfläche gelangt, wo er sich verflüchtigen kann. Eine weitere Eigenschaft von Bambussocken ist, dass sie bakterienabweisend sind. Dadurch wird die Vermehrung der bereits vorhandenen Bakterien eingeschränkt. So kann Fußgeruch entgegengewirkt werden.

Bambussocken sind bei der Reinigung sehr einfach handzuhaben. Wie gewöhnlich sortieren Sie erst Ihre Wäsche, danach sollten Sie lediglich darauf achten, die Socken aus Bambus ausschließlich bei Temperaturen bis zu 40 Grad zu waschen. Auf Weichspüler sollten Sie beim Waschen verzichten. Genauso wenig sollten Sie Ihre Bambussocken in den Trockner werfen. Dabei können Ihre Socken ihre Form verlieren und Falten bekommen, die man nicht mehr wegbekommt.

Socken mit Metallanteil

Socken mit Metallanteil wirken antibakteriell und reduzieren dadurch die Geruchs- und Schweißbildung. Es gibt unterschiedliche Arten von Socken mit Metallanteil – Socken mit Silber- und Socken mit Kupferanteil. Alleine bei Socken mit Silberanteil gibt es diverse unterschiedliche Modelle. Vorwiegend gibt es Socken, die Silberfasern oder Silberionen beinhalten.

Wobei man davon lieber die Finger lassen sollte, da die Nanopartikel in den Körper eindringen könnten. Außerdem werden die Silberpartikel mit jedem Waschgang Stück für Stück herausgewaschen und stellen somit auch eine Gefahr für die Umwelt dar.

Silber Nanotechnologie – ein Fluch oder ein Segen?

Wie bereits oben angeschnitten wurde, sollte man bei Silbernanopartikeln besser aufpassen. Bevor darauf eingegangen wird wieso, sollten Sie erst einmal deren Funktionsweise verstehen.

Die Silberionen weisen eine antibakterielle Wirkung auf. Indem sie in die Bakterien eindringen, können sie deren Zellstoffwechsel verändern und eine Vermehrung verhindern. Klingt erst einmal gut, oder?

Wie man daraus erkennen kann, kann Nanosilber Zellen auf unterschiedliche Art und Weise beeinträchtigen. Im menschlichen Organismus kann dies schädliche Auswirkungen von sich tragen. Es kann passieren, dass sich die Nanopartikel nicht nur an die Zellen binden, sondern auch, dass sie biologische Barrieren bewältigen.

Dadurch kann sich auf Dauer in den Körperzellen ein Depot bilden, das kontinuierlich Silberionen ausstößt. Da deren dauerhafte Wirkung noch nicht ausreichend erforscht ist, sollten Sie sich über mögliche Risiken bezüglich Ihrer Gesundheit bewusst sein.

Grundsätzlich wurde bereits in der Antike Silber wegen seiner antibakteriellen Wirkung eingesetzt. Gerade bei schweren Brandverletzungen oder Schnittwunden wurde es eingesetzt, um Entzündungen zu behandeln. Auch heute sieht man oft Verbandmaterial mit Silberanteil.

Neben Socken werden Silberpartikel auch gerne in andere Textilien eingearbeitet. Beispielsweise in Trainingsbekleidung oder Skiunterwäsche wird Nanosilber gerne verarbeitet, um Schwitzen und dem damit verbundenen Gestank, zu verhindern und vorzubeugen.

Kupferfasern gegen Stinkefüße

Socken mit Kupferanteil haben den Vorteil, dass sie nicht nur eine antibakterielle, sondern auch eine antimikrobielle Wirkung aufweisen. Die antibakterielle Wirkung von Kupfer ist bereits seit der Antike bekannt. Die Entstehung unangenehmer Gerüche wird reduziert und Sie können ein angenehmes Tragegefühl erwarten.

Durch ihre antimykotischen Eigenschaften können Kupfersocken sogar gegen  Fußpilz erfolgreich eingesetzt werden. Kupfer ist also eine sehr gute Alternative zu Silber. Es ist ein weiches Halbedelmetall, das leicht verformt werden kann, was auch seine Anschmiegsamkeit erklärt. Die Socken mit Kupferanteil sind sogar relativ günstig und können sogar vor elektromagnetischer Strahlung schützen. Die meisten verfügbaren Modelle sollte man mit geringen Waschtemperaturen behandeln, nämlich nur bis zu 40 Grad.

Leinensocken haben sich als sehr luftig bewährt

Neben den bereits vorgestellten Anti-Schweiß-Socken haben es auch Leinensocken auf die Liste geschafft. Leinen hat sich bisher als sehr atmungsaktives, bakterizides Material bewährt. Die Naturfaser gilt als sehr reißfest und schmutzabweisend, jedoch ist sie überhaupt nicht elastisch. Außerdem soll es Feuchtigkeit aufnehmen und an seine Atmosphäre abgeben. Anders als die bereits vorgestellten Varianten, handelt es sich bei Leinen um ein reines Naturprodukt.

Welche Socken sind jetzt am besten?

Das kann man so nicht sagen, grundsätzlich bieten alle vorgestellten Materialien eine Reihe an Vorteilen, teilweise gibt es jedoch auch Nachteile. Jeder muss für sich das beste Paar finden. Probieren geht über Studieren, deshalb empfiehlt es sich, einfach ein Paar Socken nach dem anderen zu probieren, bis man seinen Favoriten gefunden hat. Wie oben beschrieben, sollten Sie jedoch darauf verzichten, Socken mit enthaltenen Silberpartikeln auf Dauer regelmäßig zu tragen, um einer Antibiotika-Resistenz vorzubeugen.

FAQ – häufige Fragen zum Thema

Wie kann man Schweißfüßen vorbeugen und was kann man dagegen tun?

Da der Gestank nicht vom Schweiß an sich ausgeht, sondern erst entsteht, wenn Bakterien hinzukommen, empfiehlt es sich, Schuhe regelmäßig zu desinfizieren. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Bakterien im Schuh überleben. Deo und Fusspuder sind in der Anwendung ebenfalls sehr simpel.

Warum sollte man dringend etwas dagegen machen?

Personen, die an Schweißfüßen leiden, erkranken mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auch an Fusspilz. Unbehandelt birgt dieser schwere Risiken, Infektionen mit Bakterien oder Viren, oder sogar schwere Hautentzündungen.

Wie kann man Schwitzen verhindern?

Durch die Anwendung von Antitranspirantien kann Schwitzen für einen gewissen Zeitraum verhindert werden. Lotionen mit Aluminiumchlorid Anteil sorgen dafür, dass Schweiß nicht abgegeben werden kann. Sie können Aluminium bereits über die Nahrung oder Kosmetikartikel aufnehmen. In hohen Dosen kann es Ihre Nerven schädigen und beispielsweise langfristig gesehen, Parkinson auslösen.


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