Insektenfreundlicher Sichtschutz durch großartige Heckenpflanzen

Heckenpflanzen haben als Sichtschutz einige Vorteile. Sie sind langlebig, weniger kostenintensiv und dazu auch noch nachhaltig und umweltfreundlich. Insekten und Kleintiere freuen sich außerdem über jede Hecke, denn dort finden sie einen natürlichen Lebensraum vor. Aber welche Heckenpflanze ist die richtige? Eine Frage, die nicht immer direkt zu beantworten ist. Entscheidend ist, welche Eigenschaften die Heckenpflanze mitbringen soll. Lieber immergrün oder doch besonders schnell wachsend? Hier gibt es eine kleine Vorstellung der interessantesten Heckenpflanzen für Ihren Garten.

Der Kirschlorbeer – unkompliziert und ansprechend

Der Kirschlorbeer gehört zu den besonders ästhetischen Heckenpflanzen, die allerdings empfindlich auf Frost reagiert. Damit die Winterzeit nicht zum Problem wird, sollten Sie diese Hecke am besten schon im Frühjahr einpflanzen. Sie erreicht eine Gesamtwuchshöhe von über zwei Metern und kann an Schattenplätzen ebenso gedeihen wie in der Sonne. Einer der größten Vorteile dieser Hecke ist, dass sie mit nahezu jeder Bodenart klarkommt.

Ein Nachteil ist, dass der Schnitt optimalerweise nur mit einer mechanischen Schere erfolgen sollte. Die Blattstruktur ist empfindlich und elektrische, bzw. benzingetriebene Heckenscheren können diese schädigen. Der Kirschlorbeer eignet sich hervorragend in Gärten, die nicht von kleinen Kindern genutzt werden. Die Blätter sind giftig und wenn Kinder diese Essen kann es zu gesundheitlichen Schäden kommen.

Die Scheinzypresse – sehr hohe Hecke für effizienten Sichtschutz

Scheinzypressen wachsen nicht nur schnell, sondern auch besonders hoch. Sie erreichen eine Gesamthöhe von bis zu 4 Metern und bieten damit einen zuverlässigen Sichtschutz. Die Nadelhecke ist sehr anspruchslos. Sie kommt mit Schatten und Wind sehr gut klar. Ihre besonders hohe Blickdichte macht sie zum beliebten Schutz der Privatsphäre.

Ein Nachteil bei dieser Hecke ist jedoch, dass zweimal pro Jahr ein Schnitt erfolgen sollte. Aufgrund der Höhe ist das nicht immer einfach. Anders als der Kirschlorbeer verträgt die Scheinzypresse aber auch den Rückschnitt mit einer elektrischen oder benzingetriebenen Heckenschere.

Die europäische Eibe – nur für feuchte Böden geeignet

Ansprechend, aber etwas komplizierter in der Pflege, ist die europäische Eibe. Sie erreicht eine Gesamthöhe von bis zu vier Metern, wächst aber auf trockenen Böden nicht sehr gut. Im Zweifel muss sie das gesamte Jahr über gut und ausreichend gewässert werden. Um sie über den Winter zu bringen, sollte sie schon im Frühjahr eingepflanzt werden. Die immergrüne Heckenpflanze gedeiht sowohl im Schatten als auch in der Sonne, sofern der Boden genug Feuchtigkeit bietet.

Wenn sie zu groß geworden ist, kann sie radikal zurückgeschnitten werden. Von Nachteil ist allerdings, dass sie sehr langsam wächst und daher erst nach Jahren als Sichtschutz geeignet ist. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass es sich bei der Eibe um eine prachtvolle Hecke handelt, sobald sie die richtige Höhe hat. Das Warten lohnt in jedem Fall.

Ein weiterer Nachteil ist der Umstand, dass die Pflanzenfrüchte hochgiftig sind. Für kleinere Kinder und freilaufende Haustiere sind diese Hecken daher ungeeignet.

Fazit

Es zeigt sich, dass die Natur so einiges an nachhaltigen Sichtschutzmöglichkeiten zu bieten hat. Es gibt noch eine große Anzahl weiterer Hecken, dazu gehören der Liguster, die Rotbuche, der Buchsbaum oder die Stechpalme. Die richtige Heckenpflanze zu finden, ist nicht immer einfach. Maßgeblich entscheidend sind die Bedürfnisse.

Ein Liguster wächst schnell und dicht, wohingegen eine Stechpalme sehr viel Pflege benötigt. Es ist auch zu beachten, ob die Heckenpflanze immergrün und dicht ist oder ob im Winter auf einen anderen Sichtschutz geachtet werden muss. Wenn die Hecke erst einmal angewachsen ist, sinkt der Pflegebedarf (je nach Sorte) und es muss nur noch auf den Rückschnitt geachtet werden.


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