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	<title>Landwirtschaft Archive - Planet Zukunft</title>
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	<description>Themen die uns zukünftig beschäftigen</description>
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	<title>Landwirtschaft Archive - Planet Zukunft</title>
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	<item>
		<title>Bio-Kaffee</title>
		<link>https://planet-zukunft.com/bio-kaffee/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2022 06:42:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer die rote Kaffeekirsche zu Beginn sieht, kann sich nur schwer vorstellen, dass daraus der schmackhafte Kaffee werden soll. Aber es ist möglich &#8211; und dafür braucht es ein spezielles Verfahren. Damit am Ende die aromatische Kaffeebohne als Basis für den Kaffee zur Verfügung steht, ... <a title="Bio-Kaffee" class="read-more" href="https://planet-zukunft.com/bio-kaffee/" aria-label="Mehr Informationen über Bio-Kaffee">&#124; mehr ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wer die rote Kaffeekirsche zu Beginn sieht, kann sich nur schwer vorstellen, dass daraus der schmackhafte Kaffee werden soll. Aber es ist möglich &#8211; und dafür braucht es ein spezielles Verfahren. Damit am Ende die aromatische Kaffeebohne als Basis für den Kaffee zur Verfügung steht, bedarf es einer aufwendigen Aufbereitung.</em></p>
<h2>Wie wird Kaffee gewonnen?</h2>
<p>Es gibt zwei unterschiedliche Aufbereitungsvorgänge. Diese lassen sich in trocken und nass unterscheiden. Der Unterschied bei beiden Methoden zeigt sich vor allem bezüglich des Arbeitsaufwandes. Die nasse Methode ist zeitaufwendiger, sorgt für den milden und aromatischen Geschmack. Die trockene Methode bedarf nur weniger Tage, und bringt den vollmundigen und intensiven Geschmack mit sich.</p>
<p>In der Wertschöpfungskette stellt vor allem die Röstung einen wichtigen Arbeitsschritt dar. Es gibt unterschiedliche Röstverfahren, die sich auf den Geschmack der Kaffeebohnen auswirken.</p>
<h2>Was zeichnet den Bio-Kaffee aus?</h2>
<p>Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Abgesehen vom Geschmack und dem Aroma, lässt sich vor allem die Anbauweise unterscheiden. Nur der <a href="https://kaffeepioniere.de/bio-kaffeepulver/">Bio-Kaffee wird unter strengen, nachhaltigen Bedingungen angebaut,</a> geerntet und verarbeitet. Der Bio-Kaffee wird in den letzten Jahren immer beliebter: Nicht nur, weil er sich geschmacklich vom gängigen Kaffee abhebt, sondern weil immer mehr Kunden auf Nachhaltigkeit setzen.</p>
<h3>Der Anbau</h3>
<p>Bio-Kaffee wird in Mischkulturen angebaut. Das bedeutet, dass neben den Kaffeesträuchern auch andere Pflanzen angebaut werden. Höhere Bäume spenden den Kaffeesträuchern Schatten. Zudem bieten unterschiedlichen Pflanzen Vorteile für die Beschaffenheit des Bodens.</p>
<p>Die Ernte erfolgt größtenteils in Handarbeit: Der Mensch ist der Maschine überlegen, wenn es um die Ernte der Kaffeekirschen geht. Beim konventionellen Ernten steht vor allem die Effizienz im Vordergrund. Mit dem sogenannten Stripping werden die Kaffeekirschen förmlich von den Stauden gerissen. Die Kaffeekirschen werden außerdem bei jedem Reifungsgrad geerntet.</p>
<p>Anders gestaltet sich der Umstand, wenn die Kaffeekirschen per Hand gepflügt werden. Die Ernte ist ein Handwerk, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Kaffeebauern erkenne auf einen Blick in welchem Reifestadium die Kaffeekirschen sind. Beim Picking werden die Früchte per Hand gepflückt. So kann auch verhindert werden, dass überreife Früchte einen Teil der Ernte verderben.</p>
<p>Unreife Früchte verweilen am Baum, bis sie geerntet werden. Die Kaffeepflanze wird beim Picking weitaus weniger in Mitleidenschaft gezogen als beim Stripping mit der Maschine. Deswegen ist dieses Vorgehen nicht nur nachhaltiger und schonender für die Umwelt. Mit dem Picking wird auch ein hoher Qualitätsstandard gewährleistet.</p>
<blockquote><p>Das Picking ist zwar zeitaufwendiger und teurer. Der Bio-Kaffee, der von Hand gepflückt wurde, bringt dafür einen einzigartigen Geschmack mit sich.</p></blockquote>
<h3>Das Rösten des Kaffees</h3>
<p>Mit dem Rösten wird die Kaffeebohne veredelt. Die Kaffeebohne erhält durch das Rösten nicht nur den intensiven und aromatischen Geschmack, sondern auch die dunkle Farbe. Mit dem Rösten ändern sich demnach der Geruch, das Aroma und die Farbe. Im Inneren der Bohne kommt es durch das Rösten zu einem komplexen chemischen Vorgang.</p>
<p>Die unterschiedlichen Aromen entfalten sich aufgrund der Röstung. Je nach Dauer und Temperatur kann der Kaffee seinen eigentümlichen Geschmack entfalten. Bohnen, die länger geröstet wurden, entwickeln einen intensiveren Geschmack.</p>
<p>Hochwertiger Kaffee zeichnet sich vor allem durch den Einsatz niedriger Temperaturen und der langen Röstzeit aus. Den Kaffeebohnen wird Zeit gegeben, um ihren aromatischen Geschmack entfalten zu können. Durch den Röstvorgang können zudem natürliche Schwankungen beim Geschmack ausgeglichen werden.</p>
<blockquote><p>Bio-Kaffee zeichnet sich auch durch seine schonende Röstung aus</p></blockquote>
<p>Die hohe Qualität des Bio-Kaffees sollte nicht durch den Röstvorgang in Mitleidenschaft gezogen werden. Deswegen wird dieser Vorgang beim Bio-Kaffee mit Sorgfalt durchgeführt. Versierte Röster führen ein schonendes und langsames Verfahren durch. Generell werden die Kaffeebohnen beim Bio-Kaffee bei niedrigen Temperaturen und kurzen Röstzeiten behandelt.</p>
<p>In den meisten Fällen wird der Bio-Kaffee im sogenannten Trommelröster behandelt. So können Fruchtsäuren eliminiert werden, ohne dass es zu Überhitzungen kommt. Aromen- und Fruchtstoffe können sich frei entfalten.</p>
<p><strong>Ein wichtiger Sidestep:</strong> Der Kaffee schmeckt vor allem dann, wenn er vor Ort geröstet wird. Nach dem Rösten wird sich lange Transportwege negativ auf den Geschmack aus. Der Unterschied lässt sich schon beim Öffnen der Verpackung erkennen, wenn das intensive Aroma in die Nase steigt.</p>
<h2>Fair Trade</h2>
<p>Fair Trade zeichnet sich durch seine Offenheit aus, und kennzeichnet Produkte, die einem fairen Handeln unterliegen. Beim Kauf von Fair Trade Produkten wird in bessere Lebens- und Arbeitsumstände investiert, und ein Beitrag für die Umwelt geleistet. Es gibt drei goldene Standards, die erfüllt werden müssen, damit das Fair Trade Siegel vergeben wird:</p>
<ul>
<li>Weder Ausbeutung noch Diskriminierung der Arbeitskräfte</li>
<li>Die Produkte müssen nachhaltig und umweltschonend produziert werden</li>
<li>Langfristig wird auf Hilfe und Förderung gesetzt</li>
</ul>
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		<title>Brunnenpumpen ohne Strom</title>
		<link>https://planet-zukunft.com/brunnenpumpen-ohne-strom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Mar 2022 17:08:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Obwohl ab etwa 1870 immer mehr Wasserleitungen gebaut wurden und die Menschen in den Städten mehr oder weniger bequem ihr Badewasser einlassen konnten, blieben die Hausbrunnen vor allem am Land lange Zeit aktiv. Das Pumpen &#8211; meist mit einer Schwengelpumpe &#8211; war mühsam und das ... <a title="Brunnenpumpen ohne Strom" class="read-more" href="https://planet-zukunft.com/brunnenpumpen-ohne-strom/" aria-label="Mehr Informationen über Brunnenpumpen ohne Strom">&#124; mehr ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Obwohl ab etwa 1870 immer mehr Wasserleitungen gebaut wurden und die Menschen in den Städten mehr oder weniger bequem ihr Badewasser einlassen konnten, blieben die Hausbrunnen vor allem am Land lange Zeit aktiv.</em><br />
<em>Das Pumpen &#8211; meist mit einer Schwengelpumpe &#8211; war mühsam und das Wassertragen ebenfalls. Trotzdem wurde es als sichere und vor allem autarke Versorgung des Haushalts mit dem lebensnotwendigen Nass weiterhin gepflegt.</em></p>
<p><em>In der modernen Zeit kam der Sinn für diese Art der Romantik von anno dazumal etwas abhanden. Heute allerdings ist das Bewusstsein für mögliche Versorgungsengpässe oder Blackouts wieder gestiegen und der Wunsch nach Unabhängigkeit lässt viele Menschen an Brunnenbau oder Reaktivierung ihres Brunnens denken.</em></p>
<h2>
Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:</h2>
<h3>Ziehbrunnen</h3>
<p>Mittels Eimern wurde das Wasser aus dem Brunnenschacht geholt. Man stelle sich hier am besten die Burgbrunnen vor. Bei diesen wurde das gesamte Wassergewicht nach oben gezogen, und das waren immerhin bis zu zehn Kilogramm über mehrere &#8211; zig Meter. Später nutzte man die Hebelkraft, indem man einen Schwingbaum verwendete, den man mit einem Gegengewicht versah. Es sind dies die typischen Ziehbrunnen, die das Landschaftsbild der ungarischen Puszta prägten und prägen.</p>
<p>Wer dafür die nötige Ausdauer und Muskelkraft aufbringt, kann natürlich auch heute noch auf diese Weise Wasser fördern. Für den Schwingbaum benötigt man allerdings einen großen Garten.<br />
Wer nicht aus nostalgischen Gründen, sondern zur Notfallsversorgung einen Brunnen gräbt, wird auch dem Nachfolger des Ziehbrunnens noch nicht viel abgewinnen können:</p>
<h3>Schwengelpumpe benötigt Muskelkraft</h3>
<p>Bis in die 1920er Jahre wurden diese Pumpen sogar so in die Häuser eingebaut, dass sie direkt in der Küche oder der Waschküche standen. Sie übernahmen die Funktion der früheren Ziehbrunnen.<br />
Die Schwengelpumpe ist das typische Pumpenmodell, das in Bauern- und Kleingärten, aber auch in öffentlichen Parks gefunden werden kann. Sie braucht nicht viel Platz, aber Kraft und Ausdauer in der Bedienung.<br />
Durch die Bewegung des Schwengels nach oben wird der Kolben nach unten gelassen. Dabei fließt durch das Ventil darunter Wasser in die Säule, das mit der nächsten Pumpbewegung des Schwengels durch Unterdruck hinauf zum Wasserauslass gehoben wird.<br />
Dichtungen und Manschetten aus Leder dichten im trockenen Zustand nicht gut ab. Deshalb muss zur Inbetriebnahme einer ausgetrockneten Pumpe von oben Wasser in den Pumpenraum gefüllt werden. Dann saugen sich die Dichtungen mit Wasser voll, quellen auf und dichten ab. Aus bis zu acht Metern Tiefe kann mit dieser Technik Wasser gefördert werden.</p>
<h3>Solarbetriebene Wasserpumpe</h3>
<p>Wie bei allen Solarpaneelen muss erst unterschieden werden, ob ein Stromspeicher zwischengeschaltet wird. Dann ist nämlich ein Betrieb der Pumpe auch bei bewölktem Himmel oder nachts eingeschränkt möglich. Die Effizienz des Solarpaneels ist auch geringer, wenn die Sonnenstrahlen nicht im 90 Grad- Winkel auf die Solarzellen treffen. Das ist allerdings im Laufe des Tages mehrfach der Fall. Es empfiehlt sich daher, das Paneel so auszurichten, dass zur üblicherweise benötigten Zeit der Pumpe, beispielsweise morgens oder abends beim Gießen, die Sonnenstrahlen rechtwinkelig auftreffen. Das Solarpaneel sollte die dreifache Menge der für die Pumpe benötigten Leistung erzeugen können. Dann ist eine ausreichende Versorgung der Pumpe mit Strom gewährleistet. Wenn die Pumpe startet, benötigt sie vermehrt Strom, was zu einem momentanen Spannungsabfall führen kann.</p>
<h3>Windbrunnen</h3>
<p>Eine interessante Art der Wasserförderung stellen Windbrunnen dar. Bereits vor einigen hundert Jahren wurde auf diese Weise Wasser gefördert. Hier wird der Motor durch ein Windrad betrieben, das hoch über dem Brunnenschacht aufragt. Vergleichsweise niedere Windräder bis zu einer Höhe von zehn Metern sind in vielen Ländern problemlos aufstellbar. Über zehn Metern muss eine Baugenehmigung eingeholt werden, und bei einer Höhe von über dreißig Metern muss eine Baugenehmigung beantragt werden, da es sich um Sonderbauten handelt. Ein Windrad passt aber leider ohnehin nicht in einen Garten üblicher Größe.</p>
<p>Der Vollständigkeit halber seien auch diejenigen Pumpen erwähnt, die zwar ohne Strom auskommen, aber natürlich nicht günstig für die Umwelt sind:</p>
<h3>Benzinbetriebene Wasserpumpe besonders für tiefe Brunnen oder hohe Fördermengen</h3>
<p>Wer sich nicht darauf verlassen möchte, dass der Akku regelmäßig geladen werden kann, hat die Möglichkeit, seine Brunnenpumpe mit einem Benzinmotor zu betreiben. Diese Motoren arbeiten unter Wasser. Sie werden lebendmitteltauglich verarbeitet und verwenden auch nur lebensmitteltaugliche Schmiermittel. Die modernen Benzinpumpen haben einen Überhitzungsschutz. Sie vermeiden selbständig ein Trockenlaufen und auch einen immer wieder unterbrochenen Betrieb. Weiters haben sie einen eingebauten Schutz vor Überspannung, wenn beispielsweise ein Blitz in die Anlage einschlägt und auch ein Durchbrennen des Motors wird durch den Überhitzungsschutz verhindert.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Vor einigen Jahrzehnten war es selbstverständlich, dass Haus und Hof vom eigenen Brunnen versorgt wurden.<br />
Heute kann man zur Unterstützung auch auf verschiedene Möglichkeiten alternativer Energien zugreifen. Dadurch ist eine solche Unabhängigkeit für viele Menschen wieder erstrebenswert.</p>
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		<item>
		<title>Biologisch oder nicht biologisch – das ist eine wichtige Frage</title>
		<link>https://planet-zukunft.com/biologisch-oder-nicht-biologisch-das-ist-eine-wichtige-frage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktionsteam]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2020 09:09:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Den oder den anderen Apfel? Klingt nicht nach einer schweren Entscheidung, ist es aber. Und dennoch müssen wir sie täglich treffen. Kaufen wir einen kommerziellen Apfel, obwohl er wahrscheinlich mit Pestiziden belastet ist? Oder kaufen wir einen Apfel aus biologischer Landwirtschaft, der aber dreimal so ... <a title="Biologisch oder nicht biologisch – das ist eine wichtige Frage" class="read-more" href="https://planet-zukunft.com/biologisch-oder-nicht-biologisch-das-ist-eine-wichtige-frage/" aria-label="Mehr Informationen über Biologisch oder nicht biologisch – das ist eine wichtige Frage">&#124; mehr ...</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Den oder den anderen Apfel? Klingt nicht nach einer schweren Entscheidung, ist es aber. Und dennoch müssen wir sie täglich treffen. Kaufen wir einen kommerziellen Apfel, obwohl er wahrscheinlich mit Pestiziden belastet ist? Oder kaufen wir einen Apfel aus biologischer Landwirtschaft, der aber dreimal so teuer ist? „Ach, die Pestizide sind doch schon längst abgewaschen worden, die sind sicher nicht so schlimm“, denken wir und greifen zu den günstigen, herkömmlichen Äpfeln. Doch nur vier von 16 konventionellen Obst- und sechs von 16 Gemüseproben aus Supermärkten sind frei von Pestiziden, laut einer neuen Studie des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). Unterm Strich entsprachen jedoch alle Produkte den gesetzlichen Vorgaben, da sollten wir uns doch eigentlich sicher fühlen können, oder?</p>
<h2>Gift, Gift, Gift – überall Gift</h2>
<p>Giftige Pflanzenschutzmittel, wie Glyphosat, Insektizide oder Pestizide, kommen nicht nur in unserem heimischen Garten zum Einsatz, sondern natürlich auch in der Landwirtschaft. Und dabei scheint es den Großkonzernen egal zu sein, dass diese zu den sogenannten „Zivilisationsgefahren“ gehören. Einige Präparate sind nicht für die Natur und das Ökosystem schädlich, es kann auch für uns Menschen giftig werden. Doch wenn man die Hersteller damit konfrontiert, winken diese nur ab und berufen sich darauf, dass alles durch Gesetze und Bestimmungen geregelt ist. Stimmt zwar auch, aber seien wir mal ehrlich, wann war das letzte Mal, dass die Politik mit der Zeit geht und wirklich aktuelle Gesetze verabschiedet hat? Die sind halt nicht die Schnellsten und doch sind solche Pflanzenschutzmittel schon heute für uns giftig und nicht erst morgen. Doch wenn die Politik nichts tut, wer dann? Zum einen natürlich wir selbst. Jeder Mensch bewirkt etwas und nicht nur der Umwelt würde es guttun, wenn wir Produkte biologisch und regional einkaufen würden, es würde auch die heimische Wirtschaft stärken. Natürlich arbeitet die Industrie auch immer daran ungiftige und dennoch hochwirksame Mittel herzustellen, aber zu einem Durchbruch ist es noch nicht gekommen.</p>
<h2>Qualitative oder quantitative Landwirtschaft?</h2>
<p>Also hängt der große Wandel von den Bauern selbst ab. Wie entscheiden sie sich zu wirtschaften, qualitativ oder quantitativ? Es ist keine leichte Entscheidung, denn biologisch anzubauen, die Natur zu berücksichtigen und das Ökosystem aufrechtzuerhalten ist nicht einfach, wenn man auch Profite machen möchte. Und von irgendetwas müssen Bauern schließlich auch leben. Es wäre doch so einfach seine Pflanzen vor Schädlingen und Pilzbefall zu schützen, wenn man einfach nur genügend Pflanzenschutzmittel über sie drüber kippt. Dass dadurch nicht durch die Schädlinge, sondern auch Nutztiere zu Schaden kommen, ist in dem Moment egal. Dass das Gift in den Boden sickert und im Grundwasser bleibt, ist doch nur natürlich. Und dass Menschen wirklich davon betroffen sind, kommt doch so gut wie nie vor. Beschwichtigungsversuche, die heutzutage nicht mehr funktionieren. Viele Bauern passen sich dem Zeitgeist an und steigen auf eine biologische Landwirtschaft um. Doch wie sieht das im Einzelnen aus, wenn man nicht mehr auf die Chemiekeule zurückgreifen darf?</p>
<h3>3 Säulen für die Umwelt</h3>
<p>&#8222;Schonung, Förderung und Freilassung sind die drei Säulen, auf denen der biologische Pflanzenschutz im Garten basiert&#8220;, erklärt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Das Wichtigste ist wohl auch das Simpelste: man sollte nur das anbauen, was auch dort heimisch ist. Das heißt, man sollte Boden- und Wetterverhältnisse beachten, um das richtige anzupflanzen. Wenn sich die Pflanzen wohlfühlen, dann sind sie automatisch weniger anfällig für Schädlinge, Pilze oder Bakterien. Zudem sollte man vermehrt auf robuste Sorten umsteigen, die ein Bakterium auch mal überstehen. Für einen gesunden Boden ist es außerdem wichtig, eine Rotationsphase einzubauen, das bedeutet man sollte nicht immer nur eine Pflanze auf dem Boden anbauen, sondern auch andere, resistentere Pflanzen. Diese nehmen die Schädlinge aus dem Boden, zum Beispiel Fadenwürmer, auf und erschweren deren Vermehrung. Hält man sich regelmäßig an diese ausgewählte Fruchtfolge kann die Schädlingsanzahl im Boden um bis zu 90% reduziert werden. Und das ganz ohne Gifte.</p>
<h3>Nutztiere helfen auch der Wirtschaft</h3>
<p>Herkömmliche Pflanzenschutzmittel töten Tiere und Insekten, doch leider gehen sie dabei nicht selektiv vor, sie töten nicht nur die Schädlinge, sondern auch deren Fressfeinde. Und das ist ein riesiges Problem. Die ganze Welt ist ein System, ein Zyklus und dadurch wird dieser Zyklus gestört. Es werden zwar viele der Schädlinge getötet, doch einige bleiben immer am Leben und diese vermehren sich wieder rasend schnell. Doch diesmal halten sie keine natürlichen Feinde in Schach, denn die meisten sind tot und sie vermehren sich nicht ganz so schnell wie ihre Nahrung. Das heißt, später steht der Bauer vor einem noch größeren Schaden und er muss noch mehr Pestizide einsetzen. Die Wirkung der natürlichen Fressfeinde, die „Nützlinge“, sollte man nicht unterschätzen. Von den vielen verschiedenen Wespenarten fallen nur zwei davon über Menschen her, alle anderen ernähren sich von Blattläusen und Mücken. Ein großer Wespenstaat vertilgt bis zu einem halben Kilo unerwünschter Kleininsekten täglich. Ein weiterer Nimmersatt ist der Marienkäfer, der zwar niedlich aussieht, aber alle kleinen Schädlinge isst, die er finden kann. Aber auch größere Tiere, wie Vögel, halten unerwünschte Besucher, wie Schnecken, von den Feldern fern. Ein einziges Meisenpärchen vertilgt zusammen mit seinem Nachwuchs rund 70.000 Raupen und 20 Millionen Taginsekten im Jahr. Und gegen den übriggebliebenen Rest können Fallen, Zäune und Netze helfen. Schon diese einfachen Hilfsmittel können helfen den Schädlingsbefall drastisch einzudämmen und so die Ernte zu schützen.</p>
<h3>Alte Landwirtschaft – moderne Ansätze</h3>
<p>Das klingt erst einmal nach einer Landwirtschaft wie vor über 100 Jahren. Und das ist es wahrscheinlich auch, aber damals konnte man sich wenigstens sicher sein, dass die Nahrung nicht vergiftet war. Zum Glück leben wir im 21. Jahrhundert und können uns daher auf die Technologien der Zukunft freuen. So kommen auf vielen Großbetrieben hochmoderne Messgeräte und Drohnen zum Einsatz, die Schädlinge, Krankheiten und Unkräuter quadratzentimetergenau identifiziert können. Falls die Pflanzen Hilfe brauchen, wird der günstigste Zeitpunkt zum Düngen oder Beschneiden genau berechnet. Weiterhin wird natürlich nach Alternativen zu Pflanzenschutzmitteln gesucht. Die DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) fördert derzeit ein Laser-Projekt zur Schädlingsbekämpfung. Dabei sollen die Strahlen eines Lasers zielgenau und selektiv Problem-Unkräuter erkennen und durch die Lichtbehandlung unschädlich machen, während unproblematische Ackerwildkräuter unbeschadet gelassen werden. Doch die chemischen Pflanzenschutzmittel haben unverkennbare Vorteile, sie sind hocheffektiv, relativ kostengünstig und bei Bedarf kurzfristig einsetzbar. Die Alternativen erfordern oft eine ganzheitliche Herangehensweise, von Bodenbearbeitung und Sortenwahl über biologische Schädlingsbekämpfung. Es kostet mehr Zeit und die Erträge sind oft niedriger. Wir können nur hoffen, dass die Bauern dennoch die Vorteile einer biologischen oder zumindest umweltfreundlichen Landwirtschaft erkennen und umstellen. Und wer weiß, vielleicht zieht die Politik diesmal schneller mit?</p>
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